Sprachebenen in Newtons "Opticks"

Pädagogische Hochschule Weingarten

gerstberger@ph-weingarten.de

Abstract

Der Vortrag behandelt linguistische Analysen in optischen Sachzusammenhängen und ihren Nutzen für die Didaktik. Ein wissenschaftlicher Text muss sprachlich durchaus nicht einheitlich gestaltet sein; mit verschiedenen Mitteln kann man gezielt unterschiedliche Wirkungen erzielen. Zu den Besonderheiten nicht nur der physikalischen Fachsprache gehört eine spezifische Art grammatischer Metaphorik, insbesondere die Nominalisierung. Sie ermöglicht die kompakte Darstellung komplizierter Zusammenhänge und erschafft „Gegenstände“ aus Prozessen. Die gezielte Pflege und Anwendung solcher Mittel, aber auch ihre Limitierung und Abwechslung mit anderen Sprachformen finden wir bereits in Newtons Werk Opticks: Nach den in stark nominalisierender Sprache geschriebenen Propositionen folgen Versuchsbeschreibungen, die wie Erlebnisberichte lebendig und gründlich gestaltet. Die Untersuchungen stehen im Kontext eines fachdidaktischen Forschungsprogramms zu Modell und Metapher.

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@inproceedings{dgao107-a18, title = {Sprachebenen in Newtons "Opticks"}, author = {H. Gerstberger}, booktitle = {DGaO-Proceedings, 107. Jahrestagung}, year = {2006}, publisher = {Deutsche Gesellschaft für angewandte Optik e.V.}, issn = {1614-8436}, note = {Vortrag A18} }
107. Jahrestagung der DGaO · Weingarten · 2006