Farbmanagement, oder: wie werden Farben berechenbar?

Color Solutions Software, Penzberg

johannes.hoffstadt@color-solutions.de

Abstract

Noch vor wenigen Jahren war digitale Farbbildverarbeitung Glückssache. Das ursprüngliche Motiv, die Bildschirmdarstellung der digitalisierten Bilder und der anschließende Druck hatten oft wenig gemein. Mittlerweile ist das gute Zusammenspiel der Geräte (Scanner, Digitalkamera, Monitor, Inkjet-Drucker) selbstverständlich. Verantwortlich dafür ist das sogenannte Farbmanagement. Farbmanagement basiert auf Messungen mit Colorimetern oder Spektralfotometern sowie Transformationstabellen oder -matrizen. Der ICC-Standard bezieht alle Geräte auf CIELAB unter Normlicht D50 als vermittelnden Farbraum. Bei vielen Geräten werden die sie charakterisierenden ICC-Profile mit installiert, so dass sie ohne Zutun des Anwenders bereits "gute" Farben liefern. Farben können allerdings kaum identisch reproduziert werden. Der begrenzte Farbumfang von Ausgabegeräten erfordert verschiedene Wiedergabe-Strategien. In professionellen Anwendungen können die Transformationen manuell gesteuert werden. Die Qualität der Messtechnik und eine kontrollierte Umgebung sind entscheidend. Entwicklungsbedarf besteht in den Bereichen Beleuchtung, Metamerie und Fluoreszenz. So wird Farbe allmählich berechenbar.

Keywords

Beleuchtung Bildverarbeitung Messtechnik
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@inproceedings{dgao107-h2, title = {Farbmanagement, oder: wie werden Farben berechenbar?}, author = {J. Hoffstadt}, booktitle = {DGaO-Proceedings, 107. Jahrestagung}, year = {2006}, publisher = {Deutsche Gesellschaft für angewandte Optik e.V.}, issn = {1614-8436}, note = {Talk H2} }
107. Annual Conference of the DGaO · Weingarten · 2006