Zeitaufgelöste Holographie für biomedizinische Bildgebung
AG Optoelektronische Bauelemente und Werkstoffe, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, Ruhr-Universität Bochum; 2Institut für Physikalische Chemie, Universität zu Köln
Abstract
Optische Verfahren zur dreidimensionalen in-vivo-Abbildung biologischen Gewebes etablieren sich immer mehr neben den konventionellen Techniken wie Röntgen, Ultraschall oder Magnet-Resonanz-Tomographie. Dies betrifft insbesondere die Optische Kohärenztomographie (OCT) mit Anwendungen z.B. in Ophthalmologie und Dermatologie. Problem bei der OCT ist die hohe Bildaufnahmezeit, da im dreidimensionalen Bildbereich jeder Bildpunkt einzeln mechanisch adressiert werden muss. Die von uns hier analysierte zeitaufgelöste Holographie verwendet wie die OCT kurzkohärente (spektral breitbandige) Lichtquellen. Sie kann damit vergleichbare räumliche Tiefenauflösung wie die OCT liefern, verspricht aber bezüglich der Bildaufnahmezeiten große Vorteile, da komplette zweidimensionale Ebenen aufgenommen werden und nur noch ein Abrastern in einer Raumrichtung (Tiefe) erforderlich ist. In unserer Analyse betrachten wir die Besonderheiten der zeitaufgelösten Holographie mit breitbandiger Strahlung und den Einfluss von Dispersion auf die Tiefenauflösung. Wir stellen unser optimiertes System mit dafür angepassten Lichtquellen und photorefraktiven Polymeren als holographische Speichermedien vor.