Selbstfokussierung in Bariumtitanat
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Angewandte Optik
Abstract
Es konnte nachgewiesen werden, dass in Bariumtitanat auch ohne ein äußeres elektrisches Feld ein Selbstfokussierungseffekt auftritt. Die Abhängigkeit des Selbstfokussierungseffektes von der Polarisationsrichtung, der Intensität von Laserstrahl und Hintergrundbeleuchtung, des Fokusdurchmessers und der Beleuchtungszeit wurde untersucht. Die optimalen Versuchsparameter, bei denen also die größte Einschnürung des Strahls auftrat, waren für außerordentlich polarisiertes Licht eine Intensität von 0,23 W/cm² und ein Strahldurchmesser von 13,4 μm. Es dauerte zwischen 4 Minuten und 30 Minuten bis der Strahldurchmesser auf der Kristallaustrittsfläche einen stabilen Wert erreicht hatte. Dementsprechend lang waren auch die Löschzeiten (über 30 Minuten). Ohne Lichteinfall blieb die Brechungsindexstruktur bei Raumtemperatur stabil. Vor allem thermische Effekte und der photorefraktive Effekt verursachten die Brechungsindexänderung. Aus Abschätzungen, der durch die verschiedenen Effekte hervorrufbaren Brechungsindexänderungen, Messungen mittels Z-scan und Simulationen ergab sich, dass im Material eine Brechungsindexänderung in der Größenordnung 0,00001...0,0001 erfolgte.