Zielgenaue 3D-Bestrahlung von Tumoren mit hochenergetischen Ionen
Gesellschaft für Schwerionenforschung Darmstadt, Abteilung Biophysik
Abstract
Hochenergetische Protonen und Ionen bieten hervorragende Bedingungen für die Bestrahlung tiefliegender Tumore in der Krebstherapie. Anders als bei Gammastrahlung steigt die im Gewebe deponierte Dosis mit wachsender Eindringtiefe an und fällt nach einem scharfen Maximum (Bragg Peak) steil ab. Die Position des Bragg Peaks im Körper des Patienten kann durch die kinetische Energie der Teilchen genau festgelegt werden. Die günstige Tiefendosis und die geringe Seitenstreuung ermöglichen eine wesentliche Steigerung der Tumordosis bei gleichzeitiger maximaler Schonung des umliegenden gesunden Gewebes. Um diese Vorteile optimal zu nutzen, wurde bei der GSI Darmstadt ein Rasterscan-Verfahren entwickelt, das es ermöglicht, die hochwirksame Dosis punktgenau im Tumor zu deponieren. Das Verfahren erlaubt eine präzise dreidimensionale Abtastung des vom Arzt vorgegebenen Zielvolumens. In dem seit 1998 laufenden Pilotprojekt bei der GSI wurden bisher sehr gute klinische Ergebnisse erzielt. Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen in eine dedizierte Anlage (HIT) einfließen, die zur Zeit auf dem Gelände der Universitätsklinik Heidelberg errichtet wird und im Jahr 2007 den Patientenbetrieb aufnehmen soll.
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