Neuartiges System für die Fundusdiagnostik unter Anwendung von Mikrodisplays

Institut für Biomedizinische Technik und Informatik, Technische Universität Ilmenau; 2 Imedos GmbH, Jena

dietmar.link@tu-ilmenau.de

Abstract

Für den hinteren Augenabschnitt (Fundus) ist die Funduskamera ein etabliertes Diagnosegerät. Es besteht wesentlich aus den Teilsystemen Beleuchtungs- und Beobachtungsstrahlengang. Für eine reflexfreie Fundusabbildung ist eine geometrische Trennung dieser Strahlengänge im Bereich der Cornea und anatomischen Pupille (kurz: Pupille) notwendig. Die Lösung stellt eine ringförmige Beleuchtung dar. Neben der Fundus- ist die Pupillenebene somit die zweite wichtige optisch wirksame Ebene. Gerätetechnisch wird die Trennung der Strahlengänge mithilfe fester physischer Blenden erzielt. Vorgestellt wird hier ein neuartiges System, das durch einen beleuchtungsseitig programmierbaren Strahlengang eine hohe Adaptivität bietet. Mittels zweier spatialer Lichtmodulatoren (SLM) ist es möglich, unabhängig voneinander, Pupillen- und Fundusebene örtlich und zeitlich zu modulieren. Das Prinzip wird anhand von ZEMAX-Simulationen gezeigt. Experimentell wurden zwei SLMs in eine Funduskamera integriert und für die zwei Ebenen, Pupille und Fundus, geeignete Muster appliziert. Zukünftige Untersuchungen könnten somit multifunktional, d. h. funktionell, messtechnisch und individuell adaptiv, durchgeführt werden.

Keywords

Optische Systeme Medizinische Anwendungen der Optik Displaytechnik
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@inproceedings{dgao109-a17, title = {Neuartiges System für die Fundusdiagnostik unter Anwendung von Mikrodisplays}, author = {D. Link, B. U. Seifert, W. Vilser}, booktitle = {DGaO-Proceedings, 109. Jahrestagung}, year = {2008}, publisher = {Deutsche Gesellschaft für angewandte Optik e.V.}, issn = {1614-8436}, note = {Talk A17} }
109. Annual Conference of the DGaO · Esslingen · 2008