Praxisgerechte Systemauslegung durch modulare analytische Messunsicherheitsmodellierung am Beispiel des Streifenprojektionssystems 3D-Kamera
BIAS - Bremer Institut für angewandte Strahltechnik;
2VEW - Vereinigte Elektronikwerkstätten Bremen
Abstract
Die Vorteile eines modularen Aufbaus bei Prozessbeschreibung und Softwareentwicklung sind bekannt: leichte Komponentenpflege und Erweiterung sowie hoher Wiederverwendungswert. Übertragen auf eine mathematische bzw. analytische, modulare Messunsicherheitsmodellierung (MoMo) für Messsysteme ergeben sich weiterhin ein optimaler Überblick über die Eigenschaften des untersuchten Systems und allgemeine Erkenntnisse zur verwendeten Messtechnik. Ein weiterer Vorteil der modularen Struktur ist, dass diese auch für die softwaretechnische Umsetzung eine "natürliche" Aufteilung der Softwarekomponenten liefert. Die 3D-Kamera ist ein Streifenprojektionssystem mit aufgrund kleiner Baugröße reduzierter Sensitivität. In der Folge musste sie bis an die physikalischen Grenzen optimiert werden. Die MoMo wurde verwendet, die freien Parameter des Systems und den Messprozess praxisgerecht zu optimieren und das System quantitativ zu beschreiben. Die nun für alle Messbedingungen bekannte Messunsicherheit erlaubt den gezielten Einsatz des Systems (wiederum als Modul) innerhalb von Prozessketten. Die Durchführung der MoMo und Resultate aus der Praxis werden in diesem Beitrag demonstriert.