Untersuchungen zur Digitalen Holographie mit synthetisch verminderter Kohärenzlänge
Centrum für Biomedizische Optik und Photonik, Universitätsklinikum Münster
2Institut für Angewandte Physik, Universität Münster
sebastian.kosmeier@uni-muenster.de
Abstract
Digitalholographische Verfahren ermöglichen eine quantitative Multifokus-Phasenkontrastmikroskopie, die zur markerfreien dynamischen Lebendzellanalyse geeignet ist. Parasitäre Interferenzen durch Vielfachreflexionen im Mikroskopstrahlengang und Specklebildung stellen limitierende Parameter der Auflösung (lateral und Phase) dar. Durch den Einsatz teilkohärenter Lichtquellen lassen sich derartige Effekte verringern. Es wird untersucht, ob durch gewichtete Überlagerung rekonstruierter Wellenfronten von Hologrammen, welche bei verschiedener Wellenlänge aufgenommen werden, Eigenschaften von teilkohärentem Licht synthetisiert werden können. Die Generierung der Hologramme mit Licht großer Kohärenzlänge stellt dabei den Vorteil in Aussicht, die robuste Justierbarkeit eines laserbasierten Aufbaus mit dem verminderten Rauschniveau kurzkohärenter Lichtquellen zu kombinieren. Es werden Hologramme bei verschiedenen Wellenlängen unter Berücksichtigung von Vielfachinterferenzen simuliert. Die Charakterisierung der nach der digitalholographischen Rekonstruktion gewichtet überlagerten Wellen erfolgt durch Quantifizierung des Phasenrauschens.