Erweiterung des Messbereichs eines ESPI-Systems durch 3D-Formerfassung mittels Korrelation von Specklemustern
Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde, Universitätsklinikum Münster; 2 Centrum für Biomedizinische Optik und Photonik, Universitätsklinikum Münster; 3 Institut für Angewandte Physik, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Abstract
Die elektronische Specklemuster-Interferometrie (ESPI) ist ein bewährtes Verfahren zur Vermessung mikroskopischer Deformationen. Der Messbereich ist jedoch entsprechend beschränkt, zudem ist bei in der Tiefe ausgedehnten Objekten für präzise quantitative Auswertungen der räumlich variierende Sensitivitätsvektor zu bestimmen. Durch die Kombination der ESPI mit einem fotogrammetrischen Verfahren zur Erfassung der 3D-Form der Oberfläche kann diesen Problemen begegnet werden, da so auch makroskopische Verformungen messbar sind und darüber hinaus für jeden Messpunkt der Sensitivitätsvektor bestimmt werden kann. Für die Korrespondenzanalyse bei der fotogrammetrischen Auswertung bietet sich die Korrelation projizierter Specklemuster an. Dadurch lässt sich für die (strukturierte) Beleuchtung des Messobjekts der vorhandene Laser des ESPI-Systems verwenden. Es werden Messergebnisse mit einem auf dieser Grundlage realisierten Messsystem vorgestellt, anhand derer die erzielte Erweiterung des Einsatzbereichs diskutiert wird.