Streulichtmessung mit Hartmann-Shack-Sensor am Auge
Technische Universität Ilmenau
Abstract
Aus Literatur und Patenten ist die Messung der Vorwärtsstreuung des vorderen Augenabschnitts mittels Hartmann-Shack-Sensors bekannt. In der Regel werden die einzelnen Punktantworten (PSF) separiert und bezüglich ihrer Form bzw. Intensität ausgewertet. Teilweise wird anhand der gemessenen Aberration die erwartete PSF errechnet und vom auszuwertenden Punktbild abgezogen. Ein großer Nachteil aller bekannter Methoden ist die Überlagerung der Streuung des eingestrahlten Lasers am Fundus mit der Streuung im vorderen Augenabschnitt. Die Volumenstreuung am Augenhintergrund ist dabei stark von der Wellenlänge und von der individuellen Beschaffenheit des Auges abhängig. Im Gegensatz zu den wenigen bekannten Studien aus der Literatur konnte in der hier vorgestellten Untersuchung kein eindeutiger Nachweis der Abhängigkeit vergleichbarer Parameter bezüglich des Streulichtes im vorderen Augenabschnitt erbracht werden. Gründe dafür liegen im Set-Up des verwendeten modifizierten Wellenfrontaberrometers (WASCA - CARL ZEISS MEDITEC AG). Simulationen zeigten, dass eine möglichst kurze Brennweite am HS-Sensor nötig ist, um überhaupt eine zu erwartende Parameteränderung mit Streulichtzunahme hervorzurufen.