Digitale Lochkamera

Fakultät Naturwissenschaften und Technik, Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim / Holzminden / Göttingen; 2 GAMB Cross-Media-Design

max.rose@n.hawk-hhg.de

Abstract

Die Entwicklung von Bildsensoren und Kompakt-Systemkameras motivieren zur Wiederentdeckung des Lochkameraprinzips. Durch ein kleines Aufnahmeformat kann das vorhandene Licht möglichst effizient ausgenutzt werden. Das Design der Lochkamera basiert auf einem Kompromiss zwischen Lichtstärke und Auflösungsvermögen. Die Verwendung eines zeitgemäßen CMOS-Bildsensors mit Mikrolinsen sowie einer optimierten Lochblende verhelfen der Lochkamera bewegte Szenen fotografisch festzuhalten und gleichzeitig ein Maximum an Auflösung zu erzielen. Mit Hilfe strahlenoptischer und wellenoptischer Grundlagen wird Beugung als auflösungsbegrenzender Faktor und die Lochblendengröße als lichstärkebegrenzender Faktor identifiziert. Eine experimentelle Umsetzung der digitalen Lochkamera dient zur Bewertung der vorangegangenen Modellstudie. Die besten Bildresultate bezüglich Bildschärfe und Auflösung werden erreicht, wenn die Lochkamera im Übergangsbereich zwischen Nah- und Fernfeldbeugung arbeitet. Die Praxis zeigt, dass optimale Lochdurchmesser größer sein müssen, als die Theorie auf Basis der Fraunhoferschen Näherung vorgibt. Die digitale Bildaufnahme und –verarbeitung vereinfacht die Lochkamerafotografie.

Keywords

Optisches Design Diffraktive Optik Kameratechnik
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@inproceedings{dgao113-p34, title = {Digitale Lochkamera}, author = {M. Rose, M. Baierl, A. Koch, K. Bobey}, booktitle = {DGaO-Proceedings, 113. Jahrestagung}, year = {2012}, publisher = {Deutsche Gesellschaft für angewandte Optik e.V.}, issn = {1614-8436}, note = {Poster P34} }
113. Jahrestagung der DGaO · Eindhoven · 2012