Double Tailoring eines Head-Up-Displays mit Korrektur der als Combiner verwendeten Windschutzscheibe
OEC AG, Lindwurmstr. 41, 80337 München
Abstract
Maßschneidern, d.h. die Berechnung einer optischen Freiformfläche als Lösung der zugrundeliegenden Differenzialgleichungen, wird in der Beleuchtungsoptik verwendet, um definierte Lichtverteilungen zu erreichen. Diese Methode kann auf die gleichzeitige Berechnung von zwei Flächen (Double Tailoring) erweitert werden. Double Tailoring kann nicht nur in der Beleuchtungsoptik, sondern auch für abbildende Aufgaben verwendet werden: Zum Beispiel können Head-Up-Displays (HUDs), die aus zwei simultan maßgeschneiderten Freiformflächen bestehen, so ausgelegt werden, dass die sphärische Aberration korrigiert und eine zusätzliche Bedingung wie die Abbesche Sinusbedingung erfüllt wird. Bei Anwendung im Automobilbereich kann das vom HUD erzeugte Bild auf einen durchsichtigen Schirm („Combiner“) vor der Windschutzscheibe oder direkt auf die Windschutzscheibe selbst projiziert werden. In diesem Fall müssen die Form der Windschutzscheibe und ihre Produktionstoleranzen berücksichtigt werden. Daher haben wir die Double Tailoring-Methode so erweitert, dass wir durch eine gegebene Fläche maßschneidern können. Die Windschutzscheibe kann so im Design exakt berücksichtigt werden.