Optische Gläser mit anomaler Dispersion

Carl Zeiss Microscopy GmbH

rolf.wartmann@zeiss.com

Abstract

Die Brechzahl optischer Gläser hängt sehr stark von der Wellenlänge des Lichtes ab. Dieser Effekt, Dispersion genannt, verhält sich bei vielen Glassorten fast gleichartig, weshalb man auch von Normalgläsern spricht. Weicht ein Glas vom normalen Verhalten ab, so liegt anomale Dispersion vor. Gläser mit anomaler Dispersion sind für den Optikdesigner von besonderem Interesse, weil ohne sie keine vollständige Korrektion der chromatischen Aberrationen gelingt. Die Definition der anomalen Dispersion ist aber untrennbar mit der Definition des Normalglases verbunden und diese erfolgte mehr oder weniger willkürlich. Insbesondere im Bereich der Flintgläser entspricht diese Definition nicht den Erfahrungen des Optikdesigners. Deshalb wird hier eine alternative Definition des Normalglases, basierend auf einer Kombination aus drei erwiesenen Normalgläsern, vorgeschlagen, welche u. a. auch die Flinte als anomal ausweist.

Keywords

Optisches Design Optische Materialien
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@inproceedings{dgao115-b7, title = {Optische Gläser mit anomaler Dispersion}, author = {R. Wartmann}, booktitle = {DGaO-Proceedings, 115. Jahrestagung}, year = {2014}, publisher = {Deutsche Gesellschaft für angewandte Optik e.V.}, issn = {1614-8436}, note = {Vortrag B7} }
115. Jahrestagung der DGaO · Karlsruhe · 2014