Die Optik sollte erklären können, weshalb ‚Nahstress‘ im Sehen zu Kurzsichtigkeit führt.

Institut für Optosensorik
Kalsmuntwestshang 9
35578 Wetzlar

norbert@lauinger-web.de

Abstract

Zwei Beobachtungen weisen den Weg. Schließt man ein Auge, so kollabiert die 3D-Welt nicht auf eine 2D-Fläche. Die dritte Dimension bleibt im Bildraum des Auges erhalten. Die Abbildungsgleichung belegt dies. Drei zelluläre Gitter in der ‚invertierten‘ Netzhaut können die Tiefenkarte auf die Rezeptoren-Außenglieder verkleinern. Schließt man ein Auge, so wird die Helligkeit des Sichtbaren nicht halbiert. Die Nichtadditivität verweist auf die Interferenzoptik, die Fresnel-Interferenzoptik im Nahfeld hinter den drei zellulären Gittern der Netzhaut. Sie ist von der Fokuslage der Abbildungsoptik abhängig. Die Bildverarbeitung würde wie in den kortikalen visuellen Zentren (CGL, V1) in Schichten erfolgen. Mit beiden Lösungen wird deutlich, wie statt eines Akkommodationsgleichgewichts bei 3-5m bei normalem Fern- und Nahsehen von ∞ bis 1m bei ‚Nahstress‘ eine Längung des Auges erfolgt, die – weil die Akkommodationsruhelage auf 1-2m verlagert wird - die Kurzsichtigkeit triggert. Frühe Abhilfe gelingt durch Aufenthalt im Freien und Training aktiver z-Sakkaden von Nah- nach Fern-Objekten. Die optischen Schritte bedürfen experimenteller Klärung.

Keywords

Bildverarbeitung Diffraktive Optik Physiologische Optik
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@inproceedings{dgao118-p43, title = {Die Optik sollte erklären können, weshalb ‚Nahstress‘ im Sehen zu Kurzsichtigkeit führt.}, author = {N. Lauinger}, booktitle = {DGaO-Proceedings, 118. Jahrestagung}, year = {2017}, publisher = {Deutsche Gesellschaft für angewandte Optik e.V.}, issn = {1614-8436}, note = {Poster P43} }
118. Annual Conference of the DGaO · Dresden · 2017