Optisches Glas - Materialspezifikation 3.0
SCHOTT AG, Mainz
Abstract
Anforderungen an Optisches Glas sind so alt wie das Material selbst. War es für die ersten Brillengläser noch ausreichend aus Klarglas heller Färbung zu bestehen, stiegen die Forderungen rasch über Farblosigkeit und Brechkraft zu deren Homogenität. Erste entstehende optische Apparate stellten Produkte einer geschickten Auswahl aus vorhandenem Material dar. Erst die Erforschung von Zusammensetzung und Eigenschaften, gestützt durch die Verfügbarkeit reiner, industrieller Rohstoffe, führte zu der ersten, applikativen Spezifikation Optischer Gläser. So vom Zufall entkoppelt, entwickelten sich optische Apparate zu auch technisch ausgefeilten Serienprodukten, und mit ihnen die zweite, prozeßtechnische Glasspezifikation. Mit steigendem Umwelt- und Gesundheitsbewußtsein, sowie dem Bedürfnis nach Schutz geistigen Eigentums, entstand die jüngste Stufe, die rechtliche Materialspezifikation. Diese drei Bereiche sind heute nicht mehr als Entwicklungsstufen zu verstehen, sondern stehen gleichberechtigt nebeneinander. Erst wenn die einzelnen Kriterien aller drei Bereiche zusammengeführt werden, kann von einem umfassenden Spezifikationsprofil für eine valide Materialauswahl gesprochen werden.
Keywords
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