Methodik zur kostenbasierten Toleranzbudgetfestlegung optomechanischer Systeme
Lehrstuhl für Technologie Optischer Systeme, RWTH Aachen University; 2Fraunhofer Institut für Lasertechnik, Aachen
nicole.grubert@tos.rwth-aachen.de
Abstract
Bei einer Toleranzanalyse eines optischen Systems können die Sensitivitäten einzelner Toleranzen betrachtet werden. Je sensitiver eine Toleranz ist, desto größer ist der Einfluss auf die optische Qualität. Wird das Toleranzfeld einer Toleranz enger gesetzt, werden somit die Sensitivität und die damit einhergehende zulässige Abweichung vom toleranzfreien Fertigungsteil reduziert. Bei Verringerung der Bauteiltoleranz erhöht sich der Aufwand bei der Fertigung und die Fertigungskosten steigen. Das vorliegende Paper beinhaltet eine neue Methodik zur kostenbasierten Toleranzbudgetfestlegung optomechanischer Systeme. Die Methodik berücksichtigt den Einfluss einzelner Bauteiltoleranzen auf die optische Qualität sowie den direkten Zusammenhang zwischen Bauteiltoleranzen und deren Fertigungskosten. Hierbei findet eine sukzessive Festlegung des Toleranzbudgets durch eine Abwägung des Kosten-Nutzens der Bauteiltoleranzen statt. Bei jedem Schritt der Toleranzbudgetfestlegung wird das Kosten-Nutzenverhältnis bei der Verringerung der Toleranzfeldbreite der sensitivsten Toleranz dem Kosten-Nutzenverhältnis mindestens zweier weniger sensiblen Toleranzen gegenübergestellt.