Endoskopische Pinzette unter Nutzung von digitaler Optik

Professur für Mess- und Sensorsystem­technik, Technische Universität Dresden

jakob.dremel@mailbox.tu-dresden.de

Abstract

Am Markt etablierten sich faserbündelbasierte Endoskope für die bildgebende Inspektion schwer zugänglicher Bereiche. Bisher wird meist eine distale Optik eingesetzt, welche aber den minimalen Durchmesser limitiert und den Fokusebenenabstand fixiert. Hinzu kommt eine Pixelung durch die Faserkerne. Um diese Einschränkungen aufzuheben, wird ein Phased-Array durch ein Faserbündel realisiert. Die distale Optik entfällt somit. Hierbei weisen einzelne Kerne des Faserbündels biegungs- und fertigungsabhängige Phasenstörungen des Lichts auf. Diese können ohne distalen Zugang mit der Leitsternmethode ermittelt und anschließend kompensiert werden. Das Endoskop rastert die Probe durch einen Fokuspunkt, wodurch auch stereoskopische Endoskopie möglich ist. Die Tiefendarstellung liefert auch für chirurgische Anwendungen einen Mehrwert, wie schon bei para- und transendoskopischer Neurochirurgie üblich. Diese Methode kann auch vice versa zwei Fokusse erzeugen. Nach dem Prinzip der optischen Pinzette können so Zellen rotiert und durch Dehnung die Elastizität bestimmt werden. Dies kann zu einem Paradigmenwechsel für die Untersuchung der Stoffwechselprozesse und Zellstrukturen führen.

Keywords

3D-Messtechnik Faseroptik Biomedizin
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@inproceedings{dgao121-b5, title = {Endoskopische Pinzette unter Nutzung von digitaler Optik}, author = {J. Dremel, E. Scharf, R. Kuschmierz, J. Czarske}, booktitle = {DGaO-Proceedings, 121. Jahrestagung}, year = {2020}, publisher = {Deutsche Gesellschaft für angewandte Optik e.V.}, issn = {1614-8436}, note = {Vortrag B5} }
121. Jahrestagung der DGaO · Bremen · 2020