Günstige 3D gedruckte Fassungen, eine Alternative für den Prototypenbau?
Institut für Optik und Mikrosysteme, Technische Hochschule Mittelhessen
Abstract
In den letzten zwei Jahrzenten hat die additive Fertigung einen immer größeren Einfluss auf die Herstellung von Produkten genommen. So ist es auch in der Optik Industrie ein wichtiger Bestandteil des Entwicklungsprozesses geworden. Dieser Beitrag soll Licht auf einen bislang kaum beachteten Bereich der Möglichkeiten von 3D Druck werfen. Mit geringen Kosten sind FDM (Fused Deposit Material) Drucker im Hobbybereich bereits weit verbreitet, aber ihre Qualität und Vielseitigkeit ist in den letzten Jahren ebenfalls stark angestiegen. Hier soll nun der Einsatz zur Herstellung von Linsenfassungen und -baugruppen demonstriert werden. Dabei werden die Linsen bereits während des Druckprozesses eingelegt und somit in das Bauteil eingedruckt. Dies spart Montage und Nachbearbeitung. Auch kann die äußere Geometrie direkt für ihre Anwendung angepasst werden. Die Positionsgenauigkeit (Zentrierung) sowie die Temperatur- und Lagestabilität wurde untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass erwartungsgemäß keine Präzisionsoptik realisierbar ist, die Methode aber für Mustererstellung einfacher Optiken durchaus sinnvoll erscheint.