Entwicklung einer flüssigen, refraktiven Röntgenlinse
Institut für Mikrostrukturtechnik, Karlsruher Institut für Technolgie
Abstract
Viele Röntgenbildgebungssysteme an Synchrotronquellen profitieren enorm von einer Erhöhung des Photonenflusses, um die Belichtungszeit zu verkürzen. Dies kann erreicht werden, indem eine Röntgenlinse vor dem Monochromator installiert wird, um den polychromatischen Strahl zu kollimieren. Heute hergestellte Röntgenlinsen haben jedoch alle gemeinsam, dass sie entweder durch die polychromatische Röntgenstrahlung Schäden erleiden oder unerwünschte Streustrahlung erzeugen. In diesem Beitrag diskutieren wir die Entwicklung einer LCRL (liquid compound refractive lens) und betrachten die durch FEM-Simulationen aufgezeigten Randbedingungen sowie deren Implementierung in einen LCRL-Aufbau. Die Linsen werden gebildet, indem eine geeignete Flüssigkeit durch in einer Reihe angeordnete Düsen gepumpt wird, die jeweils einen Flüssigkeitsstrahl mit dem Querschnitt einer Röntgenlinse erzeugen. Durch die ständige Neubildung des Flüssigkeitsstrahls werden eventuelle Strahlungsschäden sofort repariert, so dass diese Linse auch unter hohen Photonenflüssen einsetzbar ist.
Keywords
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