Schön scharf: Scharfer Kino-Look durch scharfe Objektive

* Dr. Türck Ingenieurbüro GmBH
** HOC Optik Dr. Christoph Horneber

elisabeth.siebert@tuerck-ing.de

Abstract

Anamorphe Kameraobjektive prägen den charakteristischen Kino-Look durch ihre Eigenschaft, das Bild bei der Aufnahme horizontal zu komprimieren. Diese Technik wurde in den 1950er Jahren entwickelt und diente dazu, ein Breitbild auf Filmmaterial abzubilden. Auch in der heutigen digitalen Ära werden anamorphe Objektive häufig eingesetzt – bei Hollywood-Blockbustern genauso wie bei Low-Budget Produktionen. Als Optikdesigner entwickeln wir diese speziellen Objektive und demonstrieren anhand konkreter Bildbeispiele die Bedeutung einer hohen Abbildungsleistung. Die verschiedenen Aberrationen erfordern dabei eine differenzierte Herangehensweise: Während Farbfehler minimiert werden müssen, können sphärische Aberrationen zu einem ausgewogenen Kontrast in der Fokusebene beitragen. Auch die Charakteristik der Verzeichnung spielt eine entscheidende Rolle für die Bildästhetik. Eine Besonderheit anamorpher Objektive liegt in der fehlenden Rotationssymmetrie, wodurch sich die Abbildungsleistung in horizontaler und vertikaler Richtung unterscheidet. Diese Eigenschaft erfordert bei der Analyse der charakteristischen Aberrationen besondere Aufmerksamkeit und spezifische Optimierungsstrategien.

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@inproceedings{dgao126-a10, title = {Schön scharf: Scharfer Kino-Look durch scharfe Objektive}, author = {E. Siebert*, C. Horneber**}, booktitle = {DGaO-Proceedings, 126. Jahrestagung}, year = {2025}, publisher = {Deutsche Gesellschaft für angewandte Optik e.V.}, issn = {1614-8436}, note = {Vortrag A10} }
126. Jahrestagung der DGaO · Stuttgart · 2025