Ödemdetektion durch Absorptionsspektroskopie zur Früherkennung von Präeklampsie
Institut für Medizingerätetechnik, Universität Stuttgart
swantje.janzen@imt.uni-stuttgart.de
Abstract
Präeklampsie ist eine schwerwiegende Schwangerschaftserkrankung und eine der Hauptursachen für mütterliche Mortalität weltweit. Sie ist häufig mit Wassereinlagerungen (Ödemen) im Gesicht und den oberen Extremitäten verbunden. Diese können mit herkömmlichen Methoden schwer quantifiziert werden. Mit Hilfe der Absorptionsspektroskopie sollen Wassereinlagerungen in den Fingern ermittelt werden. Durch die Messung der spezifischen Absorption von Licht im Nahinfrarotbereich werden Veränderungen im Wassergehalt des Gewebes erfasst, die mit der Entstehung von Ödemen korrelieren. Anhand von Silikonfingermodellen mit definierten, variablen Wasseranteilen wurden Spektren aufgenommen, um die Menge an Wasser zu erfassen. Beim paarweisen Vergleich dieser Fingermodellmessungen, konnte bei 19 von 28 Paarungen korrekt ermittelt werden, ob sich der Wasser- und/oder Silikongehalt unterscheiden. Aus diesem Grund ist die Absorptionsspektroskopie vielversprechend in Bezug auf die nicht-invasive, ortsunabhängige und selbstständige Überwachung von Wassereinlagerungen. Sie könnte die Frühdiagnose und das Monitoring von Präeklampsie erleichtern und zur Verbesserung der klinischen Versorgung beitragen.