Nachweis und Identifizierung von Mikroplastikpartikeln mittels Raman-Spektros kopie im Durchfluss
* Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Meßtechnik an der Universität Ulm
(ILM);
** SKZ - KFE gGmbH, Europäisches Zentrum für Dispersionstechnologien (EZD)
Abstract
Der Nachweis von Mikroplastik im Wasser erfolgt derzeit meist durch Filtration der Probe und einer anschließenden statischen Detektion der Partikel auf dem Filter. Dabei kommen verschiedene Verfahren wie beispielsweise die FTIR-Spektroskopie, die stimulierte Raman-Spektroskopie (SRS) oder die oberflächenverstärkte Raman-Spektroskopie (SERS) zum Einsatz. Diese Vorgehensweise ist jedoch zeit-, arbeits- und kostenintensiv. Um eine Kontamination mit Fremdpartikeln zu vermeiden, ist eine Reinraumumgebung erforderlich. Im Rahmen eines Forschungsprojektes wurde ein Messprinzip entwickelt, das die Aufnahme von Raman-Spektren individueller Mikroplastikpartikel im Durchfluss ermöglicht. Anhand der aufgenommenen Spektren können die Mikroplastikpartikel detektiert und charakterisiert werden. Die Detektionsgrenze lag bei ca. 4 µm großen Kunststoff-Forschungspartikeln. Durch die Detektion der Partikel direkt im zu untersuchenden Medium kann die aufwändige Probenaufbereitung umgangen werden, kontinuierliche Messungen sind möglich. Aufgrund der hohen Sensitivität sehen wir für das entwickelte Messprinzip zudem auch weitere Anwendungsfelder in der Partikel- und Zellanalytik. 16:45 - 18:30 Poster-Session 42 M I inische Diagnostik und Überwachung T U. Böhm T W O C H
B15) und der hinterlegten E-Mail-Adresse einen Upload-Link anfordern.