Direkte optische Messung von Cornea-Deformationen mit Laserlinientriangulation
Universität Bremen, Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswis-
senschaft
Abstract
Ein erhöhter intraokularer Druck (IOD) kann ein Indikator zur frühzeitigen Erkennung eines Glaukoms sein. Da der Druck im Tagesverlauf schwankt, sind Mehrfachmessungen ideal, was mit den gängigen Tonometeruntersuchungen beim Ophthalmologen nicht möglich ist. Ein selbst vom Patienten nutzbares Tonometer, welches optisch die Schwingung der Cornea misst, existiert bislang jedoch nicht. Ein Messprinzip für ein solches Tonometer liegt in der akustischen Schwingungsanregung des Auges und der Erfassung der gedämpften Corneaschwingung mittels Laserlinientriangulation. Hierbei besteht die Schwierigkeit, dass die Cornea eine glatte und transparente Oberfläche ist und folglich nur einen geringen Reflexionskoeffizient aufweist. Um die Machbarkeit der Methode an der Cornea zu überprüfen und den Zusammenhang zwischen Corneaschwingung und IOD zu untersuchen, wurden enukleierte Schweineaugen im normalen Druckbereich (15 mmHg) angeregt und die Schwingung erfasst. Dabei zeigte sich, dass ein zur Oberfläche orthogonal ausgerichteter Laserstrahl Störungen durch ungewollte Reflexionen verringert und es möglich ist, Cornea-Deformationen mit Laserlinientriangulation zu detektieren, wobei die ermittelte maximale Spitze-Spitze-Amplitude der gemessenen Schwingung mit 10,0 % (kp = 1,96) variiert. Zukünftig soll untersucht werden, ob sich eine Unsicherheitsreduktion durch eine höhere Abtastrate und eine Verbesserung der Auflösung durch eine Vergrößerung des Triangulationswinkels erreichen lässt. 16 dizinische Anwendungen T Alexander Brielke
B2) und der hinterlegten E-Mail-Adresse einen Upload-Link anfordern.