Vom (Computer-)Hologramm zum optischen Reservoir (Gedächtnis) für die künstliche Intelligenz
Fachgebiet Technische Optik, TU Ilmenau
stefan.sinzinger@tu-ilmenau.de
Abstract
Die „detour Phase“ ist eine der zahlreichen Erfindungen von Prof. Adolf Lohmann, die die Entwicklung in der Optik äußerst nachhaltig beeinflusst hat. Sie hat bereits in den 1960er Jahren die Grundlage für eine rasante Entwicklung von Methoden zur optischen räumlichen Filterung, OTF-Synthese oder der Strahlformung und Computer Holographie gelegt. Mit einfachen technologischen Möglichkeiten wurde es mit ihrer Hilfe möglich, komplexe Wellenfronten nahezu beliebig zu formen und experimentell zu nutzen. Dadurch wurde eine enorme wissenschaftliche Kreativität weltweit entfacht, die zu rasanten methodischen und technologischen Entwicklungen geführt hat. Gleichzeitig ist die „detour“ Phase und die Erfindung der Computerholographie ein Paradebeispiel für die Denkweise und methodische Herangehensweise des Wissenschaftlers Adolf Lohmann. Aus dem Zuhören und der messerscharfen Beobachtung hat er es verstanden mit großer wissenschaftlicher Kreativität Brücken zwischen den Disziplinen zu schlagen und innovative Forschungsthemen zu erschließen. Für mich war es eines der größten Privilegien in meinem beruflichen Werdegang die Arbeit des berühmten Wissenschaftlers und Hochschullehrers erleben und von ihm lernen zu dürfen. In dem Beitrag möchte ich versuchen einige der Highlights und wissenschaftlichen Themen darzustellen, die sich für mich als Melange aus der Prägung durch Adolf Lohmann und dem jeweiligen wissenschaftlichen Umfeld entwickelt haben. Dabei werden Forschungsprojekte an innovativen diffraktiven Optiken und ihren Anwendungen bis hin zu aktuellen Arbeiten an optischen neuronalen Netzen für die künstliche Intelligenz angesprochen.
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