Hyperview als Konzept der perspektivischen Betrachtung von emittierenden Ereignisfeldern
FernUniversität in Hagen
Abstract
Die menschliche Wahrnehmung der Umgebung beruht auf der sensorischen Erfassung von äußeren Reizen und deren Interpretation. Fasst man die jeweiligen Reize als eine räumlich und zeitlich lokalisierbare Verteilung von einzelnen Ereignissen auf, so kann ein äußerer Reiz auch als eine Menge von Raumzeitpunkten beziehungsweise als Ereignisfeld interpretiert werden. Ereignisfelder können immer nur dann direkt wahrgenommen werden, wenn Sie von einem physiologischen Sinn erfasst werden und damit innerhalb des sensuellen Ereignishorizontes liegen. Während einer Hyperview-Aufnahme wird eine Szene aus einer Vielzahl unterschiedlicher Perspektiven aufgezeichnet. Bislang hat sich die die Betrachtung auf die unmittelbare visuelle Wahrnehmung und demzufolge hauptsächlich auf den sichtbaren Anteil des elektromagnetischen Spektrums konzentriert. Es ist jedoch einleuchtend, dass perspektivische Aufzeichnungen auch von Ereignissen außerhalb des visuellen Spektrums (z.B. Infrarot- oder Röntgenstrahlung) möglich sind. Das gilt ebenso für Ereignisse, die sich außerhalb des elektromagnetischen Spektrums befinden (z.B. mechanische Wellen).