In-Orbit-Verifikation eines spatialen Heterodyn-Interferometers zur Temperaturmessung in der oberen Atmosphäre
Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts, Erlangen;
2 Institut für Optik, Information und Photonik, FAU Erlangen-Nürnberg;
3 Institut für Atmosphären- und Umweltforschung, BU Wuppertal;
4 Institut für Energie- und Klimaforschung, FZ Jülich;
Abstract
Für die Klimamodellierung sind in letzter Zeit dynamische, ausbreitungsfähige Phänomene wie z.B. Schwerewellen immer wichtiger geworden, da sie die einzelnen Schichten der Atmosphäre miteinander koppeln und dabei großen Einfluß auf die Fehlerbudgets der Vorhersagemodelle ausüben. Als sub-grid-Prozesse lassen sie sich lediglich parametrisieren, was aufgrund der Komplexität der Atmosphärendynamik zusätzliche Kenntnisse über wichtige Parameter dieser Wellen, wie etwa Amplitude, Phase oder Spektrum, erfordert. Eine wichtige Metrik zur Charakterisierung dieser Prozesse stellt dabei die Temperaturverteilung dar. Ein Fernerkundungssystem, das mit einem spatialen Heterodyn-Interferometer ausgerüstet ist und Temperaturdaten von bislang unerreichter Auflösung und Genauigkeit liefern soll, wurde in den letzten beiden Jahren bereits vorgestellt. Das System fliegt seit Dezember 2018 als In-Orbit-Verifikation auf einem chinesischen Technologie-Demonstrations-Satelliten und liefert seitdem erste Daten. In diesem Beitrag sollen die Daten vorgestellt und im Hinblick auf die Genauigkeit der Temperaturauswertung diskutiert werden. Insbesondere auf die Kalibrierung des Systems wird eingegangen.
Keywords
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