Einfluss der melanopsinhaltigen Ganglienzellen auf die kurz- und langzeitige Pupillenlichtreaktion

Fachgebiet Lichttechnik, Technische Universität Darmstadt

zandi@lichttechnik.tu-darmstadt.de

Abstract

Das Pupillenverhalten des Menschen hat seit Entdeckung der intrinischen photosensitiven retinalen Ganglienzellen vermehrt die Aufmerksamkeit der physiologischen Grundlagenforschung gewonnen. Zur Vorhersage des Pupillendurchmessers existieren in der Literatur vielseitige Modellvorschläge, welche vor allem von der Leuchtdichte abhängen. Die Leuchtdichte ist als photometrische Einheit mit der V(λ)- Kurve gewichtet und bezieht den achromatischen Helligkeitskanal des visuellen Verarbeitungssystems mit ein. Untersuchungen bei zapfenlosen Mäusen haben gezeigt, dass eine Kontraktion und Dilatation der Pupille dennoch zu beobachten ist. Verantwortlich für diesen Effekt sind die photosensitiven Ganglienzellen, welche das Photopigment Melanopsin enthalten und nach neueren Erkenntnissen maßgeblich zur Steuerung des Pupillendurchmessers beitragen. Aufgrund der unterschiedlichen Ansprechlatenzen der Zapfen und der ipRGCs ist zudem ein zeitabhängiger Einfluss der individuellen Rezeptortypen belegbar. In diesem Vortrag wird aufbauend auf den neusten Erkenntnissen der Forschung die Funktionsweise des zeitabhängigen Pupillenverhaltens erläutert und eigene Forschungsergebnisse werden diskutiert.

Keywords

Theoretische Grundlagen Physiologische Optik
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@inproceedings{dgao120-h7, title = {Einfluss der melanopsinhaltigen Ganglienzellen auf die kurz- und langzeitige Pupillenlichtreaktion}, author = {B. Zandi, T. Q. Khanh}, booktitle = {DGaO-Proceedings, 120. Jahrestagung}, year = {2019}, publisher = {Deutsche Gesellschaft für angewandte Optik e.V.}, issn = {1614-8436}, note = {Vortrag H7} }
120. Jahrestagung der DGaO · Darmstadt · 2019